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SPIEGELTHERAPIE

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Die Spiegeltherapie

Die Rehabilitation der Arm- und Handfunktionen z.B. nach einem Schlaganfall stellt immer noch eine große Herausforderung dar. Während sich die Funktionen des Beines meist relativ gut regenerieren, bildet sich die Lähmung des Armes und der Hand in den meisten Fällen nach einem Schlaganfall nicht ausreichend zurück, so dass der Patient den betroffenen Arm kaum im Alltag einsetzen kann.

Spiegeltherapie ist eine relativ einfach auszuführende, kognitive Therapiemethode, die auf verschiedene Krankheitsbilder anwendbar ist.
Hierzu gehören z.B. der Schlaganfall, (Phantom-)Schmerzen nach Amputationen, CRPS (Morbus Sudeck) und andere periphere Schmerzzustände.

In mehreren klinischen Studien wurde bereits ein positiver Effekt der Therapie nachgewiesen.

Wie funktioniert Spiegeltherapie?

Die Spiegeltherapie aktiviert Teile des Spiegelneuronensystems.
Spiegelneuronen sind visuo-motorische Nervenzellen, die beim Ausführen einer eigenen Handlung als auch beim Beobachten und Hören dieser oder einer ähnlichen Handlung aktiviert werden. Dies gilt gleichermaßen bei der Beobachtung anderer oder auch sich selbst.
Ziel einer jeden Therapie ist die Aktivierung der Hirnareale, in denen die willkürlichen Bewegungen gespeichert werden, was jedoch aufgrund der individuellen Schädigung nicht immer möglich ist.
Zudem aktiviert die Spiegeltherapie Hirnareale, die eine wichtige Funktion für die Aufmerksamkeit und Regeneration bei Neglekt (Halbseitenunaufmerksamkeit) besitzen.

Zur Entstehung der Spiegeltherapie

Anfang der 1990er führte Prof. Ramachandran, ein indischer Neuropsycholog, erste Experimente mit Phantomschmerzpatienten durch.
Die Patienten berichteten über schmerzhafte Fehlstellungen in der Phantomhand.
Der Professor wollte eine Lösung zur Korrektur der Fehlstellung durch visuelle Rückmeldung schaffen und führte erste Experimente mit einer "Spiegelbox"durch.
Die Patienten erlebten dadurch eine Schmerzreduktion der Phantomhand durch verbesserte sensomotorische Kontrolle.